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Gewerke·5. Apr 2026·6 Min. Lesezeit

Wasserschaden-Sanierung: Die 17 Standardpositionen

Aus drei Jahren Wasserschaden-Angeboten unseres eigenen Sanierungsbetriebs: die 17 Positionen, die in fast jedem Angebot vorkommen — und oft vergessen werden.

Wasserschaden-Sanierung ist ein eigenes Gewerk. Nicht weil die Handarbeiten so exotisch wären — Fliesen raus, Estrich trocknen, Malerarbeiten rein — sondern weil die Vollständigkeit des Angebots über den Erfolg entscheidet. Versicherungen zahlen nur das, was drauf steht. Nachträgliche Positionen werden mit Verzögerung und Aufwand anerkannt, manchmal gar nicht.

Wir haben in unserem eigenen Sanierungsbetrieb (Kico GmbH, Mecklenburg-Vorpommern) die Wasserschaden-Angebote der letzten drei Jahre durchgesehen und die Positionen gezählt. Hier sind die 17, die in fast jedem Angebot vorkommen — gruppiert nach Gewerk-Schritten.

1. Baustelleneinrichtung + Mobiliar

  1. Baustelleneinrichtung (Pauschal pro Tag oder pro Auftrag)
  2. Mobiliar-Räumung + Zwischenlagerung
  3. Staubschutzwände / Abdeckungen

2. Trocknung

  1. Estrich-Raumtrocknung (pro Tag)
  2. Seitenkanalverdichter-Miete (pro Tag)
  3. Trocknungs-Gutachten / Restfeuchte-Messung

Zu jeder Trocknungs-Position gehört der Nachweis: ein Trocknungsprotokoll mit lückenloser Messreihe. Ohne Messreihe wird die Gerätemiete pro Tag am ehesten gekürzt.

3. Demontage

  1. Fliesen-Rückbau (m²)
  2. Fußleisten demontieren (lfm)
  3. Trockenbau-Decke rückbauen (m²)
  4. Vinyl / Laminat rückbauen (m²)

4. Wiederaufbau

  1. Trockenbau + Spachteln Q3 (m²)
  2. Fliesen verlegen (m²)
  3. Fliesen-Sockel (lfm)

5. Maler- + Abschlussarbeiten

  1. Grundierung Decke + Wände (m²)
  2. 2× Anstrich Decke + Wände (m²)
  3. Entsorgung (Pauschal)
  4. Fahrtkosten (Zone III = 25–50 km)

Die Position, die fast immer fehlt

Drei Mal raten — es ist die Trocknungs-Gutachten-Position. Viele Betriebe machen das Gutachten selbst oder lassen es sich vom Vermieter bestätigen und schreiben nichts drauf. Für die Versicherung ist das eine eigene Leistung mit eigenem Zeitwert. Wer sie nicht ausweist, arbeitet für umsonst.

„Seit wir die Wasserschaden-Positionen als Standard-Katalog im System haben, vergessen wir nichts mehr. Die KI schlägt aus dem Baustellenfoto die passenden davon vor — aber das Bewusstsein, dass der Katalog vollständig sein muss, ist wichtiger als das Werkzeug."
— Ralf Kiehn, Kico GmbH — Gründer von Baustellenwerk und erster Anwender

Wenn du einen eigenen Wasserschaden-Katalog hast: Baustellenwerk importiert ihn aus CSV oder Excel direkt, aus PDF oder Word per KI. Hast du keinen, startest du mit dem Standardkatalog — er bringt ein eigenes Gewerk „Wasserschaden-Sanierung" mit, alle Positionen ohne Preis, deine Preise trägst du selbst ein. Die 17 Positionen oben sind eine Checkliste zum Abhaken, kein Knopf: Die KI schlägt pro Baustellenfoto bis zu 5 passende Positionen aus deinem Katalog vor, den Rest ergänzt du im Angebots-Editor. (Dass ein vollständiger Katalog die Angebotserstellung spürbar beschleunigt, ist der andere Effekt. Und beim Rechnen nicht den §35a-Lohnausweis vergessen.)

So läuft der Wasserschaden in Baustellenwerk: Foto → Angebot → Trocknungsprotokoll → Doppelrechnung.
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